
Ein wichtiges Vergleichskriterium beim Kauf einer Immobilie ist der sogenannte Quadratmeterpreis. Dieser besagt, wie viele Euro die Wohnung pro Quadratmeter wert ist. Je höher der Quadratmeterpreis, desto teurer. Je niedriger, desto günstiger. Wer sich allerdings alleine darauf verlässt, wird wahrscheinlich keinen guten Abschluss erzielen, denn es gibt eine Menge Faktoren, die den Preis einer Wohnung heben oder senken können.
Natürlich spiegeln die Marktpreise den Wert einer Wohnung meist recht genau. Das heißt, wenn eine Wohnung besonders günstig angeboten wird, gibt es viele mögliche Gründe für den Preisabschlag. Ein paar der Möglichkeiten sollen hier vorgestellt werden.
Sehr wichtig für den Preis einer Immobilie ist die Lage. Liegt sie in einem stark umworbenen Ballungszentrum, könnte der mehr als doppelt so hohe Preis im Vergleich zu einer vergleichbaren Immobilie in einer strukturschwachen Region immer noch günstig sein. Denn während die etwas teurere Wohnung Perspektive hat und sich preislich entwickeln kann, ist dies bei der anderen nicht zu erwarten. Ein ebenso wichtiger Faktor, den man nur durch eine gründliche Besichtigung der Wohnung erschließen kann, ist der sogenannte Renovierungsstau. Ist die Wohnung gepflegt? Sind alle notwendigen Renovierungen gemacht, in welchem Zustand sind die Fenster und welches Heizungssystem ist installiert? Sehr schnell können Modernisierungen sehr teuer werden. Wenn man sie dann auf den ursprünglichen Quadratmeterpreis aufschlägt, wird aus dem Schnäppchen ein Fehlkauf.
Eine Wohnung günstig kaufen ist also meist eine Folge der genauen Marktbeobachtung und Marktkenntnis.
© Doc RaBe – Fotolia.com

